The Otter Nomads

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  • Schwimmen mit den Waranen

    25.02.2026
    Südostasien

    Von Kuala Lumpur reisen wir zum Taman Negara Nationalpark, etwa drei Autostunden im Landesinneren. Der Nationalpark ist ein Regenwald, wir erkunden einen sehr kleinen Teil davon zu Fuss. Entgegen vieler Reiseberichte wollen uns keine Blutegel auffressen, dafür sehen wir einige Leguane und Geckos, hören sehr viele uns unbekannte Vögel und geniessen die Aussicht von einem kleinen Hügel auf den grünen Wald. Es gibt hier eine siebentägige Wanderroute auf den höchsten Gipfel auf Malaysias Festland, bei diesen Temperaturen sind wir uns aber einig, dass der kleine Spaziergang die für uns bessere Wahl ist. 

    Vom Taman Negara geht es weiter in die Cameron Highlands, hier wird nebst Tee auch Gemüse und Früchte angepflanzt. Der Hauport liegt auf knapp 1’500 MüM, es ist angenehm kühl. Da wir einem Wochenende hier sind, hat es enorm viele Ausflügler aus der Haupstadt, welche ebenfalls die kühlen Berge geniessen. Es ist vergleichbar wie ein Ausflug nach Interlaken oder in die Aareschlucht an einem schönen Sommertag. Landschaftlich schön, aber deutlich zu viele Menschen. Wie bereits in Taman Negara ist abgesehen von der Natur unser Highlight die Küche von Malaysia. Sehr abwechslungsreich, gewisse Gerichte sind ähnlich wie indische Currys, andere sind näher an der für uns thailändische Küche. Ansonsten gibt es viele stir-fried Gerichte mit verschiedenen Nudeln oder Reis. 

    Von den Cameron Highlands fahren wir mit einem sehr komfortablen Bus über die Stadt Ipoh zur Insel Pulau Pangkor. Die Insel liegt nur etwa 15 Minuten mit der Fähre vom Festland entfernt, und ist sehr klein. Auf der Strasse ist die Insel nach etwa 15 Kilometer bereits umrundet. Mit einem der zahlreichen uralten, pinken Toyota Minibusse, welche als Taxi unterwegs sind, fahren wir auf schmalen und sehr steilen Strässchen über einen Hügel auf die andere Seite der Insel. Hier in Teluk Nipah bleiben wir vier Nächte, und die meiste Zeit verbringen wir am wunderschönen Strand. Das Meer ist klar, fast keine Wellen, aber am Nachmittag ist die Wassertemperatur eher vergleichbar mit Pastawasser. Sehr schön, aber nicht extrem erfrischend. Dafür gibt es feinen Wassermelonen-Saft in der Strandbar und wunderschöne Sonnenuntergänge. 

    Ab und zu sehen wir einen Hornbill (Nashorn-Vogel), welche in den Bäumen am Strand leben. Mit seinem riesigen, gelben Schnabel ähnelt er dem Tukan, die Nashornvögel sind aber eine eigene Gattung. Am Morgen und Abend werden wir jeweils von den Affenfamilien unterhalten, die gemeinsam den kleinen Ort unsicher machen. Unser Tier-Highlight ist aber einen im Meer schiwmmenden und tauchenden Waran, eine grosse Echse, zu beobachten. Wir wussten gar nicht, dass diese Tiere auch Unterwasser und im Meer unterwegs sind. Gruselig und faszinierend zugleich.

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  • Otterspotting in Singapur

    21.02.2026
    Südostasien

    Nach einem entspannten Monat auf der Südhalbkugel setzen wir unsere Reise in Singapur fort. Aktuell ohne Fahrräder, diese warten in Hanoi auf uns. Singapur hat zur Überraschung von Silvan, der vor knapp 20 Jahren schon einmal hier war, doch noch historische Gebäude und kunterbunte Essensmärkte, sogannte Hawker Centres, zu bieten. Zusammen mit Matthias, dem ehemaligen Arbeitskollegen von Silvan, erkunden wir die Stadt. Matthias wohnt seit einigen Jahren hier und zeigt uns die Stadt als Expat. Nebst den üblichen Sightseeing Zielen und einem Besuch im Kunstmuseum, wollen wir die auf den sozialen Medien bekannten Otter sehen. Seit einigen Jahren gibt es in den Flüssen und Pärken in Singapur wieder Otter, und ganze Otterfamilien werden teils mitten auf Spazierwegen in einem der vielen Pärke gesichtet. Wir stehen früh auf, und spazieren durch den schönen Bishan-Ang-Park. Wir sehen zwar Warane (grosse Echsen), aber keine Otter. Kurz vor Mittag, als wir den Fluss entlang zu einem Kaffee laufen, entdeckt Nora plötzlich zwei Otter im Fluss. Sie jagen gerade Fische, und wir beobachten sie für ein, zwei Minuten bevor sie mit ihrer Beute untertauchen. Doch noch erfolgreich gewesen.

    Unser Hotel in Singapur liegt in Little India, und da wir an Thaipusam hier sind, erleben wir dieses grosse Hindu-Fest ganz aus der Nähe. Um Mitternacht startet der grosse Umzug, bei welchem die Feiernden mit einem milchgefüllten Gefäss auf dem Kopf von einem Tempel gleich neben unserem Hotel zu einem anderen Tempel in der Stadt ziehen (insg. 5km zu Fuss). Damit wird der Sieg der Hindu-Gottheit Murugan über Surapadman geehrt. Die Verehrenden tragen nebst dem Gefäss häufig spezielle Gewänder und teils grosse Piercings, an welchen sie ganze Wagen ziehen. Der Anblick ist sehr beeindruckend, aber auch schmerzhaft anzusehen. Der farbenfrohe Umzug dauert über 24 Stunden, und wir erleben ihn immer wieder aufs Neue, wenn wir unser Hotel verlassen.

    Nach drei Tagen in Singapur geht es weiter nach Kuala Lumpur, mit dem Zug sind es knapp fünf Stunden dorthin. Nach einigen Metro- und Busfahrten erreichen wir das nördliche Ende der Singapur-Insel und reisen nach Malaysia ein. Die Grenze zwischen Singapur und Malaysia ist 100% automatisiert, wir müssen nur unseren Pass zweimal scannen, um die automatischen Türen zur Ausreise und später zur Einreise zu öffnen. 

    Die Zugfahrt verläuft unspektakulär, wir fahren durch zahlreiche Palmöl-Plantagen und kommen pünktlich in der malaysischen Hauptstadt an. Das heiss-feuchte Klima ist in Kuala Lumpur noch ausgeprägter als in Singapur, es ist meistens zwischen 33 und 35 Grad heiss bei etwa 80% relativer Luftfeuchtigkeit. Kurz: gewöhnungsbedürftig. Insbesondere, weil alle Innenräume, egal ob Metro oder Kaffee, auf etwa 20 Grad runtergekühlt sind. Wir geniessen trotzdem die Sonne und Wärme und wollen nicht zu stark klagen. 

    Am ersten Abend holen wir Azade, eine Kollegin von Nora, am Flughafen ab. Sie verbringt ihre Ferien mit uns in Malaysia und kommt direkt aus der kalten Schweiz. Wir erkunden das abwechslungsreiche Kuala Lumpur zusammen, bewundern Streetart-Kunstwerke und probieren verschiedene Gerichte aus. Das Essen ist wirklich sehr gut, es hat uns bereits im November bei unserem ersten Besuch sehr geschmeckt.

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  • Ein “kurzer” Roadtrip

    15.02.2026
    Australien

    Von den vier Wochen in Australien planen wir zwei, drei Wochen am Strand zu verbringen. Die restliche Zeit wollen wir nutzen, um dieses riesige Land zu erkunden. Bei der Recherche finden wir eine Website um Mietautos günstig zu mieten, wenn man das Auto in einer begrenzten Zeit vom einen zum anderen Ort verschiebt. Die Miete kostet nur 1 Dollar pro Tag. Spontan buchen wir zwei Mietautos, zuerst mit einem SUV von Melbourne nach Adelaide, und dann mit einem Offroad-Camper weiter nach Perth. Aufgrund der begrenzten Zeit haben wir insgesamt nur neun Tage Zeit für den Roadtrip quer durch Australien.

    Von Melbourne aus ist unser erster Stopp Kennett River. Hier stolpern wir durch Eukalyptuswälder auf der Suche nach Koalas. Immerhin ist es bereits späterer Nachmittag, und wir sind in der ersten halben Stunden erfolgreich. Wir entdecken hoch oben in den Baumwipfel zwei Koalas, der erste ist am Schlafen, auch eine Stunde später hat er noch die gleiche Position inne. Der Andere ist aktiver, klettert den Baum hoch, grunzt, frisst und liefert eine komplette Show. Wir sind sehr happy.

    Von Kennett River fahren wir auf der Great Ocean Road Richtung Osten an den zwölf Aposteln vorbei. Ein enorm schöner Küstenabschnitt mit vielen wilden und verlassenen Stränden. Wir sehen in einem Park nebst Koalas auch Emus und Wallabys. Die erste Miete ist bald vorbei, die letzte Nacht verbringen wir südlich von Adelaide in einem charmanten Küstenstädtchen, welches wir mit etwas mehr Zeit gerne ausführlicher erkundet hätten. Wir müssen aber am nächstem Tag früh los, um rechtzeitig unseren Camper abzuholen und das andere Auto zurückzugeben.

    Nach dem Autotausch fahren wir mit unserem Toyota Hilux durch die bekannten südaustralischen Weingebiete, Barossa und Clare Valley, Richtung Port Augusta. Nebst Rebstöcken ist die Landschaft stark geprägt von riesigen Weizenfelder, die sich endlos über die hügelige Landschaft erstrecken.

    In Port Augusta kaufen wir für die nächsten fünf Tage ein. Unsere Route führt uns über den Eyre Highway direkt durch die Nullarbor-Ebene, eine Karstwüste die sich auf dem grössten Stück Kalkstein (200’000 Quadratkilometer) der Welt gebildet hat. Die West-Ost Durchquerung nimmt über 1’200 km unseres Roadtrips in Anspruch. Aufgrund des sehr ariden Klimas besteht die Vegetation überwiegend aus kleinem Gestrüpp, kaum ein Baum in Sicht – daher auch der Name Nullarbor. Das Gebiet ist sehr dünn besiedelt – nur ab und zu fahren wir an einem Roadhouse mit Tankstelle vorbei. Dafür hat es umso mehr Roadtrains, die berühmten Lastwagen mit bis zu vier Anhängern. Der längste von uns entdeckte Roadtrain hat 24 Achsen, viermal länger als ein Sattelschlepper in der Schweiz.

    Die Nullarbor-Ebene schaffen wir in einem Tag, bei einem kurzen Stopp treffen wir sogar einen Radfahrer an, welcher hier entlang fährt. Wir überlegen uns kurz, ob wir uns vorstellen könnten, hier mit dem Velo unterwegs zu sein, aber finden beide, dass es zu eintönig ist. Und auch überraschend viel Verkehr hat. Zurück in Westaustralien zieht es uns ans Meer, wir steuern Esperance an der Südküste an. Hier ist das Klima zwar sonnig, aber Luft und Meer sind nochmals frischer als in Yallingup im Südwesten. Wir finden einen simplen Campingplatz ohne Infrastruktur, dafür direkt am Meer. Hier geniessen wir zwei Badetage, und entspannen uns am Meer und geniessen die Aussicht im Dachzelt.

    Die Route nach Perth führt uns zuerst zum bekannten Wave Rock. Eine Granit-Gesteinsformation, die durch Erosion und Witterung zu einer Welle geformt wurde. Diese ist beeindruckend, wir hatten uns die Ausmasse jedoch grösser vorgestellt. Den kurzen Spaziergang bei knapp 40 Grad gönnen wir uns, sind aber dann rasch wieder im gekühlten Auto. Nach 4’400 gefahrenen Kilometer erreichen wir wieder Perth.

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  • Auszeit in Westaustralien

    02.02.2026
    Australien

    Nach einer kurzen Nacht von Hanoi über Ho Chi Minh City kommen wir in Perth an und freuen uns übers warme Wetter und die gute Luftqualität. Wir gönnen uns einen feinen australischen Neujahrsbrunch bevor es mit dem Bus weiter Richtung Süden geht. Silvans Eltern verbringen den Winter in Yallingup und Eagle Bay und wir dürfen uns ihnen für den Januar anschliessen.

    Der Tag fängt in Westaustralien generell früh an, Sonnenaufgang ist bereits um 5:30 Uhr und wir passen uns dem Rhythmus an. So verbringen wir unsere Tage mit Sport am frühen Morgen, häufig sehen wir einige Kängurus und hören viele Vögel. Zum Glück keine Spinnen oder Schlangen. Danach geht es an den Strand zum Sonnenbaden, Lesen, Verweilen und Schwimmen im kühlen Meer. Im Wasser wird uns eine Begegnung mit einem Hai erspart, obwohl der Helikopter der jeweils zweimal am Tag die Küste kontrolliert, ab und zu einen Haialarm auslöst. Daran gewöhnen wir uns jedoch schnell, und die Australier:innen wirken davon unbeeindruckt. 

    Zwischendurch besichtigen wir eines der zahlreichen Weingüter in der Region und geniessen ein Mittagessen. Wir backen und kochen viel, oft Gerichte welche wir in den letzten Monaten vermisst haben, wie z.B. Züpfe, Lasagne oder verschiedene Salate. Der Januar vergeht relativ rasch, wir geniessen die Zeit sehr und erholen uns. Es fühlt sich an als wären wir in den Ferien. Für 11 Tage machen wir noch einen „kleinen“ Roadtrip, dazu aber mehr im nächsten Blogpost. 

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  • Mit Maske in der Ha Long Bay

    18.01.2026
    China, Vietnam

    Nachdem wir vor unserem Ausflug nach Hongkong Shenzhen aus dem Hotelzimmer erlebten, da wir einige Tag krank waren, können wir jetzt die Stadt entdecken. Shenzhen ist das Tech-Zentrum von China, ähnlich dem Silicon Valley in den USA. 

    Die Stadt ist zudem bekannt für eine ausgeprägte Kunstszene, anscheinend werden hier seit den 90er-Jahren qualitative Kopien bekannter Gemälde hergestellt. Während des Spaziergangs durch das Quartier sehen wir viele Ateliers, in welchen gearbeitet und gemalt wird, kleine Kunstgalerien sowie einige einladende Kaffees sorgen für eine entspannte Atmosphäre. Gemalt wird von Van Gogh, klassischen chinesischen Kunstwerken zu Jackson Pollock und Pinterest-Bildern alles. Bilderrahmen kann man ebenfalls gleich einkaufen.

    Unsere Velos sind mittlerweile auch in der Stadt angekommen, da sich unsere Pläne aber geändert haben, schicken wir die Velos weiter nach Nanning. Hier im dicht besiedelten Perlflussdelta haben wir keine Lust uns mit dem Velo zu bewegen. Stattdessen nehmen wir den Hochgeschwindigkeitszug für drei Stunden in den Nordwesten, nach Xingping am Li Fluss. Dieser Fluss führt duch bekannte Karstberge, sehr schmale und steile Hügel und Felsen. Auf einer Bootstour erkunden wir die wohl touristischste Region von China. Unzählige andere Boote sehen wir auf dem Fluss, trotz des bedeckten Wetters und teils leichtem Nieselregen. Die Landschaft ist bekannt von der 20 Yuan Banknote und auf dem Schiff versuchen alle ein Bild mit der Banknote an der richtigen Stelle aufzunehmen – wir ebenfalls. Lustigerweise ist dies der einzige Moment in dem wir in China Bargeld sehen. 

    Am nächsten Tag geht es mit dem Zug weiter nach Nanning, wo unsere Velos bereits angekommen sind. Bei kühlen 20 Grad und leichtem Regen fahren wir aus der Stadt – auch Nanning hat knapp 9 Millionen Einwohnende. 

    Von hier sind es etwa 200 Kilometer bis an die vietnamesische Grenze im Süden und dann nochmals gut 300 Kilometer bis auf Hanoi – wo wir unseren Flug am 31. Dezember erwischen müssen. 

    Die zweitletzte Nacht in China startet etwas seltsam. Wir buchen am Nachmittag ein Hotel auf dem Land über einer uns neuen Online-Plattform. Als wir circa um 19:00 Uhr ankommen ist beim Hotel alles dunkel, die Eingangstüre ist aber sperangelweit geöffnet, bei der Rezeption brennt eine kleine Lampe. Weit und breit ist niemand anzutreffen. Nach einigem Herumtelefonieren erreichen wir dann doch jemanden.  Ein paar Minuten später kommt er an der Rezeption vorbei. Als wir später am Abend unsere Velokleider waschen wollen, läuft die Waschmaschine noch. Irgendwie hat es trotzdem andere Menschen hier, aber das gesamte Haus fühlt sich sehr gespenstisch an. 

    Der letzte Abend in China ist der Weihnachtstag – der 25. Dezember. Unser Weihnachtsessen ist Hotpot, die chinesische Suppe mit viel Gemüse und Fisch oder Fleisch zum darin kochen. Eigentlich beinahe schweizerisch – Käse-Fondue oder Fondue chinoise wird oft aufgetischt über die Festtage. 

    Gleich am nächsten Morgen reisen wir nach Vietnam ein und erreichen nach einem langen Tag die bekannte Ha Long Bucht. Die Fahrt war sehr schön, grüne Landschaft und erste Karstfelsen im Meer. Beim Erreichen von Ha Long merken wir, dass viele Scooter-Fahrende eine Maske tragen. Rasch bemerken wir weshalb – die Luft ist von der vielen Kohle, die verbrannt wird extrem schlecht und nach einer halben Stunde auf dem Velo merken wir bereits, dass das Atmen schwerfällt. 

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