In Hanoi treffen wir Lea, eine Studienkollegin von Silvan, die mit uns die nächsten sechs Wochen unterwegs sein wird. Bei deutlich besserer Luftqualität als noch im Dezember, erkunden wir die Stadt. Auf unserem Programm steht die Besichtigung des Literaturtempels, die erste konfuzianische Akademie Vietnams und ein Besuch der bekannten Train Street, wo Züge durch die enge Quartierstrassen zum Hauptbahnhof fahren. Hier geniessen wir die vietnamesischen Kaffeespezialitäten in den auf die Strassen gestuhlten Kaffees. Zudem holen wir unsere Velos bei Viet ab, welche er die letzten zwei Monate auf seiner Dachterrasse verstaut hat. Die Stadt gefällt uns beim zweiten Besuch deutlich besser.
Um dem Verkehrschaos in Hanoi zu entgehen, organisieren wir uns einen Transport, der uns in den Südosten von Hanoi bringt. Nach einer zweistündigen Autofahrt erreichen wir Ninh Binh, die erste Hauptstadt der Dinh-Dynastie. Ninh Binh ist eine kleine, touristische Stadt umgeben von Karstlandschaften, Reisfeldern und Tempeln. Wir besichtigen zwei der Tempel und verbringen den Abend an der Touristenmeile. Aufgrund des chinesischen Neujahrs ist viel los, Restaurants servieren aber oftmals nur eines ihrer sonst vielen Gerichten.
Am nächsten Tag fahren wir los Richtung Cúc Phương, zum ältesten Nationalpark von Vietnam. Es ist ein regnerischer, aber landschaftlich sehr schöner Tag. Wir folgen dem Tràng Fluss, der sich durch die Hügel schlängelt. Langsam weitet sich die Landschaft und wir sehen die ersten Reisfelder. Am Tor des Nationalparks übernachten wir in einem kleinen Dorf mit zwei Restaurants und einem Propaganda-Lautsprecher, der jeweils um 6 Uhr morgens und abends die wichtigsten Nachrichten auf vietnamesisch verbreitet. Da wir uns gegen die Erkundung mit dem Velo entscheiden, fällt der Besuch eher kurz aus. Zuerst führt eine 11km lange asphaltierte Strasse in den Park hinein, bevor der spannende Teil des Parks anfängt. Wir werden immer wieder von Motorradfahrer:innen überholt, weshalb wir uns nach gut 45min entscheiden umzukehren und weiterzufahren.
Die nächsten Tage verändert sich die Landschaft kaum, sie wird von Flüssen, Reisfeldern und steilen Hügeln geprägt. Das Wetter ist aber deutlich besser und wir erkunden das ländliche Vietnam. Je weiter nördlich wir kommen, desto mehr von den traditionell aus Holz gebauten Häusern der Thái sehen wir. Wir begegnen vielen Kinder, die auf Motorrädern auf dem Schulweg sind und sehen viele in den Reisfeldern arbeitende Frauen. Zu Essen gibt es meist Reis, Tofu und Gemüse, oder eine klare Suppe mit Nudeln.
Die letzten beiden Tage verbringen wir in Pù Luông. Bekannt für die in den Hügeln gebauten Reisfelder, die nochmals eindrücklicher wirken als jene in der Ebene. Eine Nacht verbringen wir in einem Homestay, wo die Familie uns zu unserem Erstaunen Pasta zum Abendessen und Pancakes zum Frühstück auftischt. Die Familie hat noch die ganze Verwandtschaft zu Besuch wegen chinesisch Neujahr – es wird Bambuspfeife geraucht und Karaoke gesungen.
In Mai Châu gönnen wir uns eine Pause und geniessen das schöne Wetter, machen einen Ausflug zum nahegelegen Wasserfall und schlürfen zum Sonnenuntergang ein paar Cocktails.
Übrigens: Die Fotogalerien im Blog sind jetzt endlich korrekt sortiert. Viel Spass beim erneuten Anschauen. 😉




























































































































































