The Otter Nomads

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  • Ein “kurzer” Roadtrip

    15.02.2026
    Australien

    Von den vier Wochen in Australien planen wir zwei, drei Wochen am Strand zu verbringen. Die restliche Zeit wollen wir nutzen, um dieses riesige Land zu erkunden. Bei der Recherche finden wir eine Website um Mietautos günstig zu mieten, wenn man das Auto in einer begrenzten Zeit vom einen zum anderen Ort verschiebt. Die Miete kostet nur 1 Dollar pro Tag. Spontan buchen wir zwei Mietautos, zuerst mit einem SUV von Melbourne nach Adelaide, und dann mit einem Offroad-Camper weiter nach Perth. Aufgrund der begrenzten Zeit haben wir insgesamt nur neun Tage Zeit für den Roadtrip quer durch Australien.

    Von Melbourne aus ist unser erster Stopp Kennett River. Hier stolpern wir durch Eukalyptuswälder auf der Suche nach Koalas. Immerhin ist es bereits späterer Nachmittag, und wir sind in der ersten halben Stunden erfolgreich. Wir entdecken hoch oben in den Baumwipfel zwei Koalas, der erste ist am Schlafen, auch eine Stunde später hat er noch die gleiche Position inne. Der Andere ist aktiver, klettert den Baum hoch, grunzt, frisst und liefert eine komplette Show. Wir sind sehr happy.

    Von Kennett River fahren wir auf der Great Ocean Road Richtung Osten an den zwölf Aposteln vorbei. Ein enorm schöner Küstenabschnitt mit vielen wilden und verlassenen Stränden. Wir sehen in einem Park nebst Koalas auch Emus und Wallabys. Die erste Miete ist bald vorbei, die letzte Nacht verbringen wir südlich von Adelaide in einem charmanten Küstenstädtchen, welches wir mit etwas mehr Zeit gerne ausführlicher erkundet hätten. Wir müssen aber am nächstem Tag früh los, um rechtzeitig unseren Camper abzuholen und das andere Auto zurückzugeben.

    Nach dem Autotausch fahren wir mit unserem Toyota Hilux durch die bekannten südaustralischen Weingebiete, Barossa und Clare Valley, Richtung Port Augusta. Nebst Rebstöcken ist die Landschaft stark geprägt von riesigen Weizenfelder, die sich endlos über die hügelige Landschaft erstrecken.

    In Port Augusta kaufen wir für die nächsten fünf Tage ein. Unsere Route führt uns über den Eyre Highway direkt durch die Nullarbor-Ebene, eine Karstwüste die sich auf dem grössten Stück Kalkstein (200’000 Quadratkilometer) der Welt gebildet hat. Die West-Ost Durchquerung nimmt über 1’200 km unseres Roadtrips in Anspruch. Aufgrund des sehr ariden Klimas besteht die Vegetation überwiegend aus kleinem Gestrüpp, kaum ein Baum in Sicht – daher auch der Name Nullarbor. Das Gebiet ist sehr dünn besiedelt – nur ab und zu fahren wir an einem Roadhouse mit Tankstelle vorbei. Dafür hat es umso mehr Roadtrains, die berühmten Lastwagen mit bis zu vier Anhängern. Der längste von uns entdeckte Roadtrain hat 24 Achsen, viermal länger als ein Sattelschlepper in der Schweiz.

    Die Nullarbor-Ebene schaffen wir in einem Tag, bei einem kurzen Stopp treffen wir sogar einen Radfahrer an, welcher hier entlang fährt. Wir überlegen uns kurz, ob wir uns vorstellen könnten, hier mit dem Velo unterwegs zu sein, aber finden beide, dass es zu eintönig ist. Und auch überraschend viel Verkehr hat. Zurück in Westaustralien zieht es uns ans Meer, wir steuern Esperance an der Südküste an. Hier ist das Klima zwar sonnig, aber Luft und Meer sind nochmals frischer als in Yallingup im Südwesten. Wir finden einen simplen Campingplatz ohne Infrastruktur, dafür direkt am Meer. Hier geniessen wir zwei Badetage, und entspannen uns am Meer und geniessen die Aussicht im Dachzelt.

    Die Route nach Perth führt uns zuerst zum bekannten Wave Rock. Eine Granit-Gesteinsformation, die durch Erosion und Witterung zu einer Welle geformt wurde. Diese ist beeindruckend, wir hatten uns die Ausmasse jedoch grösser vorgestellt. Den kurzen Spaziergang bei knapp 40 Grad gönnen wir uns, sind aber dann rasch wieder im gekühlten Auto. Nach 4’400 gefahrenen Kilometer erreichen wir wieder Perth.

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  • Auszeit in Westaustralien

    02.02.2026
    Australien

    Nach einer kurzen Nacht von Hanoi über Ho Chi Minh City kommen wir in Perth an und freuen uns übers warme Wetter und die gute Luftqualität. Wir gönnen uns einen feinen australischen Neujahrsbrunch bevor es mit dem Bus weiter Richtung Süden geht. Silvans Eltern verbringen den Winter in Yallingup und Eagle Bay und wir dürfen uns ihnen für den Januar anschliessen.

    Der Tag fängt in Westaustralien generell früh an, Sonnenaufgang ist bereits um 5:30 Uhr und wir passen uns dem Rhythmus an. So verbringen wir unsere Tage mit Sport am frühen Morgen, häufig sehen wir einige Kängurus und hören viele Vögel. Zum Glück keine Spinnen oder Schlangen. Danach geht es an den Strand zum Sonnenbaden, Lesen, Verweilen und Schwimmen im kühlen Meer. Im Wasser wird uns eine Begegnung mit einem Hai erspart, obwohl der Helikopter der jeweils zweimal am Tag die Küste kontrolliert, ab und zu einen Haialarm auslöst. Daran gewöhnen wir uns jedoch schnell, und die Australier:innen wirken davon unbeeindruckt. 

    Zwischendurch besichtigen wir eines der zahlreichen Weingüter in der Region und geniessen ein Mittagessen. Wir backen und kochen viel, oft Gerichte welche wir in den letzten Monaten vermisst haben, wie z.B. Züpfe, Lasagne oder verschiedene Salate. Der Januar vergeht relativ rasch, wir geniessen die Zeit sehr und erholen uns. Es fühlt sich an als wären wir in den Ferien. Für 11 Tage machen wir noch einen „kleinen“ Roadtrip, dazu aber mehr im nächsten Blogpost. 

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  • Mit Maske in der Ha Long Bay

    18.01.2026
    China, Vietnam

    Nachdem wir vor unserem Ausflug nach Hongkong Shenzhen aus dem Hotelzimmer erlebten, da wir einige Tag krank waren, können wir jetzt die Stadt entdecken. Shenzhen ist das Tech-Zentrum von China, ähnlich dem Silicon Valley in den USA. 

    Die Stadt ist zudem bekannt für eine ausgeprägte Kunstszene, anscheinend werden hier seit den 90er-Jahren qualitative Kopien bekannter Gemälde hergestellt. Während des Spaziergangs durch das Quartier sehen wir viele Ateliers, in welchen gearbeitet und gemalt wird, kleine Kunstgalerien sowie einige einladende Kaffees sorgen für eine entspannte Atmosphäre. Gemalt wird von Van Gogh, klassischen chinesischen Kunstwerken zu Jackson Pollock und Pinterest-Bildern alles. Bilderrahmen kann man ebenfalls gleich einkaufen.

    Unsere Velos sind mittlerweile auch in der Stadt angekommen, da sich unsere Pläne aber geändert haben, schicken wir die Velos weiter nach Nanning. Hier im dicht besiedelten Perlflussdelta haben wir keine Lust uns mit dem Velo zu bewegen. Stattdessen nehmen wir den Hochgeschwindigkeitszug für drei Stunden in den Nordwesten, nach Xingping am Li Fluss. Dieser Fluss führt duch bekannte Karstberge, sehr schmale und steile Hügel und Felsen. Auf einer Bootstour erkunden wir die wohl touristischste Region von China. Unzählige andere Boote sehen wir auf dem Fluss, trotz des bedeckten Wetters und teils leichtem Nieselregen. Die Landschaft ist bekannt von der 20 Yuan Banknote und auf dem Schiff versuchen alle ein Bild mit der Banknote an der richtigen Stelle aufzunehmen – wir ebenfalls. Lustigerweise ist dies der einzige Moment in dem wir in China Bargeld sehen. 

    Am nächsten Tag geht es mit dem Zug weiter nach Nanning, wo unsere Velos bereits angekommen sind. Bei kühlen 20 Grad und leichtem Regen fahren wir aus der Stadt – auch Nanning hat knapp 9 Millionen Einwohnende. 

    Von hier sind es etwa 200 Kilometer bis an die vietnamesische Grenze im Süden und dann nochmals gut 300 Kilometer bis auf Hanoi – wo wir unseren Flug am 31. Dezember erwischen müssen. 

    Die zweitletzte Nacht in China startet etwas seltsam. Wir buchen am Nachmittag ein Hotel auf dem Land über einer uns neuen Online-Plattform. Als wir circa um 19:00 Uhr ankommen ist beim Hotel alles dunkel, die Eingangstüre ist aber sperangelweit geöffnet, bei der Rezeption brennt eine kleine Lampe. Weit und breit ist niemand anzutreffen. Nach einigem Herumtelefonieren erreichen wir dann doch jemanden.  Ein paar Minuten später kommt er an der Rezeption vorbei. Als wir später am Abend unsere Velokleider waschen wollen, läuft die Waschmaschine noch. Irgendwie hat es trotzdem andere Menschen hier, aber das gesamte Haus fühlt sich sehr gespenstisch an. 

    Der letzte Abend in China ist der Weihnachtstag – der 25. Dezember. Unser Weihnachtsessen ist Hotpot, die chinesische Suppe mit viel Gemüse und Fisch oder Fleisch zum darin kochen. Eigentlich beinahe schweizerisch – Käse-Fondue oder Fondue chinoise wird oft aufgetischt über die Festtage. 

    Gleich am nächsten Morgen reisen wir nach Vietnam ein und erreichen nach einem langen Tag die bekannte Ha Long Bucht. Die Fahrt war sehr schön, grüne Landschaft und erste Karstfelsen im Meer. Beim Erreichen von Ha Long merken wir, dass viele Scooter-Fahrende eine Maske tragen. Rasch bemerken wir weshalb – die Luft ist von der vielen Kohle, die verbrannt wird extrem schlecht und nach einer halben Stunde auf dem Velo merken wir bereits, dass das Atmen schwerfällt. 

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  • Hongkong: Kurzes Nachtleben und ein Strandtag

    08.01.2026
    China

    In Shenzhen verbringen wir die zwei Tage vor allem im Hotel, wir haben uns eine Erkältung eingefangen. Zuerst ist Nora am kränkeln, und fliessend danach Silvan. Nach etwas Herumprobieren schaffen wir es über eine App das Essen ins Hotelzimmer zu bestellen, damit wir nicht nach draussen müssen. Das Essen wird per Scooter zum Hotel geliefert und statt vom Scooter-Fahrer zum Zimmer gebracht, an der Rezeption abgegeben. Diese übergibt es einem kleinen Roboter auf Rädern, welcher mit dem Lift in das richtige Stockwerk fährt, und bei uns angekommen lässt er das Zimmertelefon klingeln. Jetzt können wir unser Essen aus dem Fach im „Roboterbauch“ herausnehmen. Der Roboter begegnet uns ständig wenn wir mal aus dem Zimmer gehen, in China wird zu jeder Tageszeit alles mögliche überall hin bestellt. 

    Um Shenzhen anzusehen reicht es uns leider nicht, nachdem es uns etwas besser geht fahren wir bereits weiter nach Hongkong, da wir das Hotel in Hongkong im Voraus gebucht hatten. Aber wir nehmen uns vor, nach dem Aufenthalt in Hongkong nochmals etwas Zeit in Shenzhen zu verbringen um diese Stadt zu entdecken. Shenzhen liegt zusammen mit Hongkong, Guangzhou und sechs weiteren Millionenstädten im Perlfluss-Delta, eine unglaublich dicht besiedelte Region mit über 86 Millionen Menschen, welche auf knapp 56’000 Quadratkilometern leben. 

    Shenzhen liegt direkt an der Grenze zu Hongkong, wir reisen am „Lo Wu“-Grenzübergang aus China aus und nach Hongkong ein. Hongkong ist bereits in den ersten Minuten eine komplett andere Stadt: dichter Verkehr, kaum Roller oder sonstige Zweiräder, enorm viele Menschen auf dichtem Raum, zu jeder Tageszeit gefüllte Metrowagen. Der öffentliche Verkehr ist aber trotzdem sehr effizient, und wir kommen schnell in der Innenstadt an. Da heute Mittwoch ist, und jeden Mittwoch auf Hongkong Island mitten in der Stadt die berühmten Pferderennen stattfinden, entscheiden wir uns spontan am Abend dort ein Rennen zu sehen. Auf dem „Happy Valley Racecourse“, wo Tourist:innen zu unserer Überraschung einen Gratis-Eintritt erhalten, sehen wir uns drei Rennen an. Die Rennen sind faszinierend, wir verstehen zwar nicht wie die Wetten funktionieren, aber die Geschwindigkeit der Pferde zu erleben ist beeindruckend. Wir erinnern uns an Kirgistan, als wir selber auf dem Pferd sassen und in einem gemächlicheren Tempo durch die Berge zogen. 

    Wir geniessen die Fahrten mit der Fähre zwischen Kowloon und Hongkong Island – weniger Menschen und tolle Aussicht auf die beiden Skylines. Auch eine Fahrt mit der Standseilbahn „Peak Tram“ lassen wir uns nicht entgehen – immerhin eine in der Schweiz hergestellte Bahn von CWA Garaventa. Die Strecke ist sehr steil und führt auf einen knapp 500 MüM gelegenen Aussichtspunkt, nach einem kurzen Spaziergang sind wir aus den Touristenmassen draussen und haben ein grossartiges 360 Grad Panorama. Die riesige Stadt mit der Skyline von Kowloon (Festland) und Hongkong Island, inklusive dem Blick auf die Hügel hinter Kowloon, und auf der anderen Seite in die Hongkong Bucht mit vielen kleineren Inseln sowie unzähligen Schiffen auf dem Wasser. 

    Als wir vom Aussichtspunkt in die Stadt zurücklaufen treffen wir auf Wildschweine, welche hier wild im Wald leben. Wir sind genau so erstaunt wie die anderen Spazierenden auf dem Wanderweg. Nach dem ersten ausgewachsenen Wildschwein kommen uns noch drei kleine Schweine entgegen. Sie scheinen sich ob den Menschen nicht zu stören und laufen ungestört ihren Weg. 

    Am Abend besuchen wir das Ausgangsviertel, welches eher in eine südeuropäsische Stadt passt als hierhin. Bei entspannter Stimmung sitzen die Leute auf den breiten Treppen, trinken ein Bier aus dem Convenience Store. Kein Wunder, da die Bars teils über eine stündige Wartezeit haben. Wir finden eine Cocktailbar, geniessen ein Drink zu ähnlichen Preisen wie zu Hause und sind erstaunt, dass zwischen Mitternacht und 1 Uhr morgens die meisten Leute nach Hause gehen. Wir verlassen die Bar aber auch bald und schaffen es nur per Zufall auf die letzte Metro. Das war also der Grund, warum alle Menschen bereits die Bar verlassen hatten. Wir sind trotzdem erstaunt, dass in dieser riesigen Millionenstadt das Nachtleben bereits so früh vorbei ist.

    Am letzten Tag in Hongkong entfliehen wir dem Trubel von Verkehr und den vielen Menschen, indem wir mit der Fähre auf die Insel Cheung Chau fahren. Cheung Chau liegt etwa 45 Minuten entfernt von Central, und zu unserer Überraschung gibt es keine Autos hier, sondern ausschliesslich Velos und Fischerboote. Die Insel lässt sich auch gut zu Fuss erkunden, in knapp zwei Stunden haben wir über die Hälfte der Küste abgelaufen. An einem traumhaft schönen Strand geniessen wir das warme Wetter, schreiben wieder einmal Postkarten zurück in die Schweiz und entspannen uns. Es fühlt sich an, als wären wir für einen Tag in die Ferien gefahren. 

    Leider müssen wir am Abend zurück, wir überlegen uns spontan hier zu übernachten, aber haben unser Gepäck im Hotel in Kowloon gelassen. Darum reisen wir also zurück mit der Fähre, pünktlich zum Sonnenuntergang. Von Central über Kowloon zurück nach Shenzhen, etwa um 21:00 Uhr sind wir wieder zurück in der Volksrepublik China. An der der Grenze ist enorm viel los, wir sind uns nicht sicher ob es vor allem Leute aus dem Festland sind, welche das Wochenende in Hongkong verbrachten, oder Leute aus Hongkong, welche für die 24h Spas nach Shenzhen gehen. 

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  • Frühlingszwiebeln und französische Gipfeli in Fujian

    29.12.2025
    China

    Das Wetter ist ziemlich grau als wir nach der knapp stündigen Fährfahrt auf dem chinesischen Festland ankommen. Die Einreise klappt problemlos und wir fahren gleich aus dem lebendigen Hafen los, wir müssen heute um die 100 Kilometer bewältigen, damit wir bis nach Fuzhou kommen. Die Fahrt ist sehr abwechslungsreich, auf kleinen Landstrassen begegnen wir elektrischen Dreirädern beladen mit frischen Austern und uralten Zweitakt-traktorähnlichen Lastwagen, welche unglaublich viel Lärm für wenig Geschwindigkeit generieren. 

    Das erste Ziel auf unserer Route ist Fuzhou, die Hauptstadt der Provinz Fujian. Fuzhou hat über 8 Millionen Einwohnende, und wir rollen auf über 10 Kilometer Veloweg in die Stadt. Bald fallen uns Unterschiede zu Taiwan auf, beispielsweise wird viel mehr geraucht, gerne auch direkt neben einem „Rauchen verboten“-Schild im Restaurant. 

    Fuzhou fasziniert uns aus unterschiedlichen Perspektiven. Wir stellen uns vor, dass knapp die gesamte Bevölkerung der Schweiz in dieser einen Stadt in China wohnen könnte, und wir haben von dieser Stadt noch nie gehört. Die Stadt ist sehr grün, wir spazieren durch die Parks und über einen Teil des knapp 20 Kilometer langen Spazierwegs, welcher auf Brücken über der Stadt die Parks verbindet. Beim Zurücklaufen am Min-Fluss sehen wir zu unserer Verwunderung Leute, welche im Min-Fluss schwimmen. Nicht so viele Menschen wie in Bern an der Aare, aber doch einige drehen zum Feierabend hier eine Runde schwimmend oder mit dem Stand-Up Paddleboard.

    Unsere Route führt uns die nächsten Tage durchs Hinterland der Fujian-Provinz, die Abende verbringen wir aber meistens in Städten. In den Dörfern wird jede Ecke genutzt um frisches Gemüse anzubauen, zwischen den grossen Eukalyptuswäldern fahren wir auch oft durch grössere Gemüse- und Fruchtplantagen – von Frühlingszwiebeln bis zu Ananas wächst hier alles. Am Strassenrand sind die Früchte immer sehr frisch und mit viel Aroma, in den Supermärkten vor allem in viel Plastik verpackt und mit weniger Geschmack. 

    Nach 4 Tagen kommen wir in Xiamen an, unserem ersten Zwischenziel mit dem Velo. Von hier werden wir den Zug weiter in den Süden nehmen. Wir haben uns eine Verkältung eingefangen, und sind daher froh, dass wir nicht mehr Velo fahren müssen. Die Zugreise führt uns in gut drei Stunden nach Shenzhen, nördlich von Hongkong. Da im chinesischen Zugverkehr, welcher mittlerweile beinahe nur aus Hochgeschwindigkeitszügen besteht, keine Velo mitgenommen werden können, verschicken wir die Velos mit dem Gepäckservice der chinesischen Bahngesellschaft. 

    Chinesische Städte sind eine Mischung aus schlauer Verkehrsführung, dichtem Wohnen und viel Platz für sportliche Aktivitäten. In allen Städten, welche wir besucht haben gibt es eine gute Veloinfrastruktur und wir konnten im Mischverkehr mit den Rollern recht entspannt in die Stadt fahren. Auf dem Land wohnen kaum Leute, die Dörfer sind vergleichsweise klein. Zersiedelung wie in der Schweiz sehen wir keine, wenn wir die Städte verlassen sind wir jeweils sehr schnell „alleine“. Zurück in den Städten ist das Angebot an Konsum unglaublich gross: von bester französischer Pâtisserie, Avocado-Toasts oder Milchtee gibt es alles in breiter Auswahl – und immer zu enorm günstigen Preisen. Chinesisches Essen ist extrem günstig, aber auch westliches Essen ist sehr preiswert. Übrigens: in diesen fünf Tagen in Fujian haben wir keinen einzigen westlich aussehenden Menschen gesehen.

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