The Otter Nomads

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  • Mit Maske in der Ha Long Bay

    18.01.2026
    China, Vietnam

    Nachdem wir vor unserem Ausflug nach Hongkong Shenzhen aus dem Hotelzimmer erlebten, da wir einige Tag krank waren, können wir jetzt die Stadt entdecken. Shenzhen ist das Tech-Zentrum von China, ähnlich dem Silicon Valley in den USA. 

    Die Stadt ist zudem bekannt für eine ausgeprägte Kunstszene, anscheinend werden hier seit den 90er-Jahren qualitative Kopien bekannter Gemälde hergestellt. Während des Spaziergangs durch das Quartier sehen wir viele Ateliers, in welchen gearbeitet und gemalt wird, kleine Kunstgalerien sowie einige einladende Kaffees sorgen für eine entspannte Atmosphäre. Gemalt wird von Van Gogh, klassischen chinesischen Kunstwerken zu Jackson Pollock und Pinterest-Bildern alles. Bilderrahmen kann man ebenfalls gleich einkaufen.

    Unsere Velos sind mittlerweile auch in der Stadt angekommen, da sich unsere Pläne aber geändert haben, schicken wir die Velos weiter nach Nanning. Hier im dicht besiedelten Perlflussdelta haben wir keine Lust uns mit dem Velo zu bewegen. Stattdessen nehmen wir den Hochgeschwindigkeitszug für drei Stunden in den Nordwesten, nach Xingping am Li Fluss. Dieser Fluss führt duch bekannte Karstberge, sehr schmale und steile Hügel und Felsen. Auf einer Bootstour erkunden wir die wohl touristischste Region von China. Unzählige andere Boote sehen wir auf dem Fluss, trotz des bedeckten Wetters und teils leichtem Nieselregen. Die Landschaft ist bekannt von der 20 Yuan Banknote und auf dem Schiff versuchen alle ein Bild mit der Banknote an der richtigen Stelle aufzunehmen – wir ebenfalls. Lustigerweise ist dies der einzige Moment in dem wir in China Bargeld sehen. 

    Am nächsten Tag geht es mit dem Zug weiter nach Nanning, wo unsere Velos bereits angekommen sind. Bei kühlen 20 Grad und leichtem Regen fahren wir aus der Stadt – auch Nanning hat knapp 9 Millionen Einwohnende. 

    Von hier sind es etwa 200 Kilometer bis an die vietnamesische Grenze im Süden und dann nochmals gut 300 Kilometer bis auf Hanoi – wo wir unseren Flug am 31. Dezember erwischen müssen. 

    Die zweitletzte Nacht in China startet etwas seltsam. Wir buchen am Nachmittag ein Hotel auf dem Land über einer uns neuen Online-Plattform. Als wir circa um 19:00 Uhr ankommen ist beim Hotel alles dunkel, die Eingangstüre ist aber sperangelweit geöffnet, bei der Rezeption brennt eine kleine Lampe. Weit und breit ist niemand anzutreffen. Nach einigem Herumtelefonieren erreichen wir dann doch jemanden.  Ein paar Minuten später kommt er an der Rezeption vorbei. Als wir später am Abend unsere Velokleider waschen wollen, läuft die Waschmaschine noch. Irgendwie hat es trotzdem andere Menschen hier, aber das gesamte Haus fühlt sich sehr gespenstisch an. 

    Der letzte Abend in China ist der Weihnachtstag – der 25. Dezember. Unser Weihnachtsessen ist Hotpot, die chinesische Suppe mit viel Gemüse und Fisch oder Fleisch zum darin kochen. Eigentlich beinahe schweizerisch – Käse-Fondue oder Fondue chinoise wird oft aufgetischt über die Festtage. 

    Gleich am nächsten Morgen reisen wir nach Vietnam ein und erreichen nach einem langen Tag die bekannte Ha Long Bucht. Die Fahrt war sehr schön, grüne Landschaft und erste Karstfelsen im Meer. Beim Erreichen von Ha Long merken wir, dass viele Scooter-Fahrende eine Maske tragen. Rasch bemerken wir weshalb – die Luft ist von der vielen Kohle, die verbrannt wird extrem schlecht und nach einer halben Stunde auf dem Velo merken wir bereits, dass das Atmen schwerfällt. 

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  • Hongkong: Kurzes Nachtleben und ein Strandtag

    08.01.2026
    China

    In Shenzhen verbringen wir die zwei Tage vor allem im Hotel, wir haben uns eine Erkältung eingefangen. Zuerst ist Nora am kränkeln, und fliessend danach Silvan. Nach etwas Herumprobieren schaffen wir es über eine App das Essen ins Hotelzimmer zu bestellen, damit wir nicht nach draussen müssen. Das Essen wird per Scooter zum Hotel geliefert und statt vom Scooter-Fahrer zum Zimmer gebracht, an der Rezeption abgegeben. Diese übergibt es einem kleinen Roboter auf Rädern, welcher mit dem Lift in das richtige Stockwerk fährt, und bei uns angekommen lässt er das Zimmertelefon klingeln. Jetzt können wir unser Essen aus dem Fach im „Roboterbauch“ herausnehmen. Der Roboter begegnet uns ständig wenn wir mal aus dem Zimmer gehen, in China wird zu jeder Tageszeit alles mögliche überall hin bestellt. 

    Um Shenzhen anzusehen reicht es uns leider nicht, nachdem es uns etwas besser geht fahren wir bereits weiter nach Hongkong, da wir das Hotel in Hongkong im Voraus gebucht hatten. Aber wir nehmen uns vor, nach dem Aufenthalt in Hongkong nochmals etwas Zeit in Shenzhen zu verbringen um diese Stadt zu entdecken. Shenzhen liegt zusammen mit Hongkong, Guangzhou und sechs weiteren Millionenstädten im Perlfluss-Delta, eine unglaublich dicht besiedelte Region mit über 86 Millionen Menschen, welche auf knapp 56’000 Quadratkilometern leben. 

    Shenzhen liegt direkt an der Grenze zu Hongkong, wir reisen am „Lo Wu“-Grenzübergang aus China aus und nach Hongkong ein. Hongkong ist bereits in den ersten Minuten eine komplett andere Stadt: dichter Verkehr, kaum Roller oder sonstige Zweiräder, enorm viele Menschen auf dichtem Raum, zu jeder Tageszeit gefüllte Metrowagen. Der öffentliche Verkehr ist aber trotzdem sehr effizient, und wir kommen schnell in der Innenstadt an. Da heute Mittwoch ist, und jeden Mittwoch auf Hongkong Island mitten in der Stadt die berühmten Pferderennen stattfinden, entscheiden wir uns spontan am Abend dort ein Rennen zu sehen. Auf dem „Happy Valley Racecourse“, wo Tourist:innen zu unserer Überraschung einen Gratis-Eintritt erhalten, sehen wir uns drei Rennen an. Die Rennen sind faszinierend, wir verstehen zwar nicht wie die Wetten funktionieren, aber die Geschwindigkeit der Pferde zu erleben ist beeindruckend. Wir erinnern uns an Kirgistan, als wir selber auf dem Pferd sassen und in einem gemächlicheren Tempo durch die Berge zogen. 

    Wir geniessen die Fahrten mit der Fähre zwischen Kowloon und Hongkong Island – weniger Menschen und tolle Aussicht auf die beiden Skylines. Auch eine Fahrt mit der Standseilbahn „Peak Tram“ lassen wir uns nicht entgehen – immerhin eine in der Schweiz hergestellte Bahn von CWA Garaventa. Die Strecke ist sehr steil und führt auf einen knapp 500 MüM gelegenen Aussichtspunkt, nach einem kurzen Spaziergang sind wir aus den Touristenmassen draussen und haben ein grossartiges 360 Grad Panorama. Die riesige Stadt mit der Skyline von Kowloon (Festland) und Hongkong Island, inklusive dem Blick auf die Hügel hinter Kowloon, und auf der anderen Seite in die Hongkong Bucht mit vielen kleineren Inseln sowie unzähligen Schiffen auf dem Wasser. 

    Als wir vom Aussichtspunkt in die Stadt zurücklaufen treffen wir auf Wildschweine, welche hier wild im Wald leben. Wir sind genau so erstaunt wie die anderen Spazierenden auf dem Wanderweg. Nach dem ersten ausgewachsenen Wildschwein kommen uns noch drei kleine Schweine entgegen. Sie scheinen sich ob den Menschen nicht zu stören und laufen ungestört ihren Weg. 

    Am Abend besuchen wir das Ausgangsviertel, welches eher in eine südeuropäsische Stadt passt als hierhin. Bei entspannter Stimmung sitzen die Leute auf den breiten Treppen, trinken ein Bier aus dem Convenience Store. Kein Wunder, da die Bars teils über eine stündige Wartezeit haben. Wir finden eine Cocktailbar, geniessen ein Drink zu ähnlichen Preisen wie zu Hause und sind erstaunt, dass zwischen Mitternacht und 1 Uhr morgens die meisten Leute nach Hause gehen. Wir verlassen die Bar aber auch bald und schaffen es nur per Zufall auf die letzte Metro. Das war also der Grund, warum alle Menschen bereits die Bar verlassen hatten. Wir sind trotzdem erstaunt, dass in dieser riesigen Millionenstadt das Nachtleben bereits so früh vorbei ist.

    Am letzten Tag in Hongkong entfliehen wir dem Trubel von Verkehr und den vielen Menschen, indem wir mit der Fähre auf die Insel Cheung Chau fahren. Cheung Chau liegt etwa 45 Minuten entfernt von Central, und zu unserer Überraschung gibt es keine Autos hier, sondern ausschliesslich Velos und Fischerboote. Die Insel lässt sich auch gut zu Fuss erkunden, in knapp zwei Stunden haben wir über die Hälfte der Küste abgelaufen. An einem traumhaft schönen Strand geniessen wir das warme Wetter, schreiben wieder einmal Postkarten zurück in die Schweiz und entspannen uns. Es fühlt sich an, als wären wir für einen Tag in die Ferien gefahren. 

    Leider müssen wir am Abend zurück, wir überlegen uns spontan hier zu übernachten, aber haben unser Gepäck im Hotel in Kowloon gelassen. Darum reisen wir also zurück mit der Fähre, pünktlich zum Sonnenuntergang. Von Central über Kowloon zurück nach Shenzhen, etwa um 21:00 Uhr sind wir wieder zurück in der Volksrepublik China. An der der Grenze ist enorm viel los, wir sind uns nicht sicher ob es vor allem Leute aus dem Festland sind, welche das Wochenende in Hongkong verbrachten, oder Leute aus Hongkong, welche für die 24h Spas nach Shenzhen gehen. 

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  • Frühlingszwiebeln und französische Gipfeli in Fujian

    29.12.2025
    China

    Das Wetter ist ziemlich grau als wir nach der knapp stündigen Fährfahrt auf dem chinesischen Festland ankommen. Die Einreise klappt problemlos und wir fahren gleich aus dem lebendigen Hafen los, wir müssen heute um die 100 Kilometer bewältigen, damit wir bis nach Fuzhou kommen. Die Fahrt ist sehr abwechslungsreich, auf kleinen Landstrassen begegnen wir elektrischen Dreirädern beladen mit frischen Austern und uralten Zweitakt-traktorähnlichen Lastwagen, welche unglaublich viel Lärm für wenig Geschwindigkeit generieren. 

    Das erste Ziel auf unserer Route ist Fuzhou, die Hauptstadt der Provinz Fujian. Fuzhou hat über 8 Millionen Einwohnende, und wir rollen auf über 10 Kilometer Veloweg in die Stadt. Bald fallen uns Unterschiede zu Taiwan auf, beispielsweise wird viel mehr geraucht, gerne auch direkt neben einem „Rauchen verboten“-Schild im Restaurant. 

    Fuzhou fasziniert uns aus unterschiedlichen Perspektiven. Wir stellen uns vor, dass knapp die gesamte Bevölkerung der Schweiz in dieser einen Stadt in China wohnen könnte, und wir haben von dieser Stadt noch nie gehört. Die Stadt ist sehr grün, wir spazieren durch die Parks und über einen Teil des knapp 20 Kilometer langen Spazierwegs, welcher auf Brücken über der Stadt die Parks verbindet. Beim Zurücklaufen am Min-Fluss sehen wir zu unserer Verwunderung Leute, welche im Min-Fluss schwimmen. Nicht so viele Menschen wie in Bern an der Aare, aber doch einige drehen zum Feierabend hier eine Runde schwimmend oder mit dem Stand-Up Paddleboard.

    Unsere Route führt uns die nächsten Tage durchs Hinterland der Fujian-Provinz, die Abende verbringen wir aber meistens in Städten. In den Dörfern wird jede Ecke genutzt um frisches Gemüse anzubauen, zwischen den grossen Eukalyptuswäldern fahren wir auch oft durch grössere Gemüse- und Fruchtplantagen – von Frühlingszwiebeln bis zu Ananas wächst hier alles. Am Strassenrand sind die Früchte immer sehr frisch und mit viel Aroma, in den Supermärkten vor allem in viel Plastik verpackt und mit weniger Geschmack. 

    Nach 4 Tagen kommen wir in Xiamen an, unserem ersten Zwischenziel mit dem Velo. Von hier werden wir den Zug weiter in den Süden nehmen. Wir haben uns eine Verkältung eingefangen, und sind daher froh, dass wir nicht mehr Velo fahren müssen. Die Zugreise führt uns in gut drei Stunden nach Shenzhen, nördlich von Hongkong. Da im chinesischen Zugverkehr, welcher mittlerweile beinahe nur aus Hochgeschwindigkeitszügen besteht, keine Velo mitgenommen werden können, verschicken wir die Velos mit dem Gepäckservice der chinesischen Bahngesellschaft. 

    Chinesische Städte sind eine Mischung aus schlauer Verkehrsführung, dichtem Wohnen und viel Platz für sportliche Aktivitäten. In allen Städten, welche wir besucht haben gibt es eine gute Veloinfrastruktur und wir konnten im Mischverkehr mit den Rollern recht entspannt in die Stadt fahren. Auf dem Land wohnen kaum Leute, die Dörfer sind vergleichsweise klein. Zersiedelung wie in der Schweiz sehen wir keine, wenn wir die Städte verlassen sind wir jeweils sehr schnell „alleine“. Zurück in den Städten ist das Angebot an Konsum unglaublich gross: von bester französischer Pâtisserie, Avocado-Toasts oder Milchtee gibt es alles in breiter Auswahl – und immer zu enorm günstigen Preisen. Chinesisches Essen ist extrem günstig, aber auch westliches Essen ist sehr preiswert. Übrigens: in diesen fünf Tagen in Fujian haben wir keinen einzigen westlich aussehenden Menschen gesehen.

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  • Viel Geschichte und starker Wellengang auf Matsu

    22.12.2025
    Taiwan

    In Keelung angekommen wollen wir uns als erstes um die Fährtickets kümmern. Am Schalter wird uns dann mitgeteilt, dass wir besser am nächsten Tag die Fähre nehmen, ab Morgen wird starker Wellengang erwartet und die Fähre fährt regulär erst in fünf Tagen wieder. Der Abschied von Taiwan kommt nun etwas gar schnell – eigentlich hatten wir noch einiges geplant für die kommenden Tage, aber so lange möchten wir nun auch nicht warten.

    Von Keelung aus machen wir einen letzten Tagesausflug in ein kleines Dorf namens Jingdhezen. Während des zweiten Weltkriegs, unter japanischer Besetzung, befand sich in diesem abgelegenen Bergdorf ein POW (Prisoner of War) Camp. Die Gefangenen mussten in der Kupfermine arbeiten, welche nach Ende des Kriegs noch bis in die 80er-Jahre in Betrieb war. Heute sieht man von unten vom Meer aus nur noch die riesige Ruine der Mine und ans POW-Camp erinnert lediglich ein kleine Gedenkstätte. Der Ausflug ist inspiriert vom Roman „Pflaumenregen“ des deutschen Autors Stephan Thome.

    Am späten Abend geht es dann los: von Taiwan nach Nangan, der Hauptinsel der Matsu-Inselgruppe. Diese liegt nur wenige Kilometer vor dem chinesischen Festland, gehört aber politisch zu Taiwan. Bis vor einigen Jahren waren die Inseln gesäumt mit Bunkern und Festungen der taiwanesischen Armee – erst 1992 wurde hier das Kriegsrecht aufgehoben.

    Am nächsten Morgen kommen wir um neun Uhr auf der Insel an. Nach einem Kaffee und Tee verbringen wir den Vormittag im Matsu-Museum, und sind sehr dankbar, dass wir bald im Guesthouse einchecken können. Die Überfahrt war zwar sehr komfortabel, der Schlaf aufgrund des Wellengangs jedoch nicht sehr tief. Das Museum gibt einen guten Einblick in die Geschichte der Inseln, ist jedoch sehr stark „Pro Armee“ geprägt.

    Am nächsten Tag umrunden wir die Insel mit dem Velo: knapp 30 Kilometer und über 800 Höhenmeter. Die Strassen sind extrem steil – unser Velocomputer zeigt mehrmals über 20% Steigung an. Belohnt werden wir dafür immer wieder mit tollen Aussichten auf das wilde und wellige Meer. Zum Abendessen gibt es frische Crevetten, eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Inselgruppen im Winter, und ein letztes taiwanesisches Bier.

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  • Museen und kurze Pause in Taipei

    16.12.2025
    Taiwan

    In Taichung angekommen haben wir mit dem Velofahren auf Taiwan fürs Erste abgeschlossen. Die Strecke nach Taipei werden wir mit dem Zug zurücklegen, da die Westküste dicht besiedelt ist und wir uns die Höhenmeter durch die Berge sparen wollen. Taichung ist vor allem bekannt für die Leichtindustrie, viele Elektronikprodukte, Automobilteile sowie Veloteile (z.B. unsere DT Swiss-Felgen) und einige bekannte Velomarken (Giant, Liv oder Merida) sind oft „Made in Taiwan“. Mit dem Bus fahren wir raus an den Stadtrand zu den Firmenstandorten. Die Dimensionen der Firmengebäude sind gigantisch und jedes einzelne wirkt wie ein eigenes Dorf. Wir besuchen beim Giant-Hauptsitz das moderne „Cycling Culture“-Museum. Beim Besuch sind wir beeindruckt von der Qualität und Vielfältigkeit der Ausstellung. Wir können mit Virtual Reality an der Tour de France mitstrampeln, die Geschichte des Velos anhand alter, originaler Rahmen sehen, den seit den 90er Jahren stark gesetzten Fokus in Taiwan auf die Velokultur mitverfolgen oder unsere Gedanken zu Städteplanung mit Fokus aufs Fahrradfahren teilen.

    Nach einem Ruhetag und einer unspektakulären Zugfahrt kommen wir wieder in Taipei an –  wir freuen uns, uns wieder einmal in einer vertrauten Umgebung zu bewegen. Leider ist es aber an der Zeit uns von Camillo zu verabschieden – er wird nach knapp einem Monat in Taiwan zurück in die Schweiz fliegen. Unsere Velos erhalten einen Service beim freundlichen Velogeschäft – zu unserer Überraschung werden sie perfekt geputzt – nicht ein einziges Sandkorn aus Zentralasien finden wir. Währenddessen machen wir einen Abstecher mit dem Bus nach Pinglin ins Teemuseum und eine kleine Wanderung zu einem Stausee. Wir haben die Zeit in Taipei sehr genossen, unser Hotel hat sich schon beinahe wie ein Zuhause angefühlt. 

    Nach fast einer Woche Pause setzen wir uns wieder aufs Velo, es fühlt sich sehr gut an – wir haben auch einen tollen Tag ausgewählt. Blauer Himmel, Sonnenschein und unsere Route führt uns auf einem ruhigen Veloweg aus Taipei dem Fluss entlang bis in einen Vorort. Von dort steigt die Strasse auf über 900 MüM an, ein grosser Teil davon ist beinahe verkehrsfrei. Auf dem Weg nach Oben geniessen wir die letzten Blicke auf Taipei, fahren an Schwefelquellen vorbei und kurz nach der Passhöhe haben wir einen spektakulären Ausblick auf das Meer. Unten angekommen sind wir in Tamsui, eigentlich ein Vorort von Taipei, der sich aber vom Charakter her sehr von Taipei unterscheidet.

    Am nächsten Tag fahren wir zum nördlichsten Punkt der Insel und weiter nach Keelung. Diese Strecke gefällt uns weniger, trotz der teils sehr schönen Velowegen fahren wir oft auf befahrenen Strassen und die Landschaft wirkt wenig beeindruckend – vielleicht liegt es auch am schlechten Wetter. In Keelung wollen wir die letzten Tage vor der Fährüberfahrt nach Matsu verbringen. 

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